Braucht die Welt noch einen B2B-Blog?

10 Gründe, warum Industrie-Unternehmen bloggen sollten

Zunehmend stehen auch Industrieunternehmen vor der Frage: Starten wir einen eigenen Corporate-Blog? War die nahezu flächendeckende Antwort bis vor wenigen Jahren, wenn nicht Monaten: „Das brauchen wir nicht, wir haben eh keine Themen und unsere Kunden erreichen wir über andere Kanäle“, so werden die Überlegungen bisweilen nun doch etwas differenzierter. Schließlich schläft die Konkurrenz nicht und immer mehr Wettbewerber im industriellen Umfeld wagen den Schritt in die Blogosphäre. Zwangsläufig wird die anfängliche Ablehnung eines Corporate-Blog aufgemischt, um weitere Fragen:

• Wer interessiert sich für unsere Themen?
• Wen wollen wir erreichen?
• Welche Themen können wir setzen?
• Wie häufig veröffentlicht man so einen Blog-Beitrag überhaupt?
• Welche Ziele verfolgen wir eigentlich mit einem Blog?
• Wirkt ein Blog unterstützend bei der Erreichung unserer Unternehmensziele?
• Und schließlich: Wer kann so etwas für uns schreiben?

Nicht ganz uneigennützig habe ich beschlossen, meinen ersten Blogbeitrag der Frage zu widmen, ob die Welt noch einen B2B-Blog braucht. Dazu habe ich zehn Gründe zusammengetragen, die diese Frage ganz klar bejahen:

Inhaltverzeichnis:

1. Mit einem Blog steigern Sie Ihre Reputation.
2. Mit einem Blog positionieren Sie sich als Experte auf Ihrem Gebiet.
3. Mit einem Blog investieren Sie in Suchmaschinenoptimierung.
4. Mit einem Blog können Sie eigene Themen und Anliegen in den Branchendiskurs einbringen.
5. Mit einem Blog optimieren Sie Ihre Content-Strategie.
6. Mit einem Blog beschreiten Sie neue Vertriebswege.
7. Mit einem Blog erreichen Sie neue Zielgruppen im Vergleich zu klassischen Marketingwegen.
8. Mit einem Blog verjüngen Sie Ihre Kommunikation und werden zu einem modernen Unternehmen.
9. Mit einem Blog investieren Sie nachhaltig in die Zukunft Ihres Unternehmens, indem Sie Content für die Ewigkeit erstellen.
10. Bei der Blogpflege nehmen Sie immer wieder die Perspektive Ihrer Kunden ein und verstehen deren Anliegen so besser.

1. Mit einem Blog steigern Sie Ihre Reputation.

Im Rahmen Ihrer Marketingstrategie haben Sie bereits eine klare Positionierung erarbeitet. Sie wissen genau, in welchem Nischensegment Ihr Unternehmen tätig ist und verfolgen in der Produktentwicklung eine definierte Ziellinie. Ihr Unternehmen steht für bestimmte Werte und Ihre Qualitätsanforderungen sind überdurchschnittlich hoch. Bringen Sie das, wofür Ihr Unternehmen steht, Ihren Zielgruppen näher, indem Sie in der Kommunikation genau diese Punkte in den Vordergrund stellen! Ein Blog unterstützt Ihre Content-Strategie punktgenau: Es gibt keine begrenzte Zeichenzahl und Sie können ausführlich über das berichten, was Ihre Reputation ausmacht oder sie in Zukunft ausmachen soll. Es gibt keine Gatekeeper, die Ihre Texte vor der Veröffentlichung noch einmal redigieren. So positionieren Sie sich in Ihrem Corporate-Blog in genau dem Licht, in dem Sie als Unternehmen wahrgenommen werden möchten!

2. Mit einem Blog positionieren Sie sich als Experte auf Ihrem Gebiet.

Sie kennen Sich aus in Ihrem Segment! Ihr Knowhow ist Ihr Kapital ̶ aber was nützt es, wenn niemand weiß, dass Sie es besitzen? Teilen Sie dieses Wissen! Stärken Sie Ihre Positionierung als Experte auf Ihrem Gebiet. Sie sollen ja nicht gleich Firmengeheimnisse ausplaudern. Beziehen Sie Stellung zu aktuellen Trendthemen und Entwicklungen in Ihrem Bereich! Holen Sie Ihre Kunden in ihren Fragestellungen ab und setzen Sie Wegmarken bei der Entwicklung neuer Lösungswege! Wozu das Ganze? Durch Ihr Experten-Knowhow überzeugen Sie Ihre Kunden und solche, die es werden könnten, davon, dass Sie der richtige Partner für ihre Anliegen sind. In Zeiten der Google-Suche reicht es in der Akquise nicht mehr, auf Mund-zu-Mund-Propaganda zu setzen. Denken Sie daran: Die Konkurrenz schläft nicht und wer in den Google-Suchergebnissen ganz oben vorkommt, malt zuerst! Womit wir bei unserem nächsten Punkt wären:

3. Mit einem Blog investieren Sie in Suchmaschinenoptimierung.

Zu Beginn einer Suchmaschinenoptimierung steht immer eine umfassende Keywordanalyse. Wenn Sie die in Ihrem Segment relevanten Keywords dann im Rahmen Ihrer Content-Strategie gut streuen, sind Sie bereits einen großen Schritt auf die vorderen Google-Rankingplätze zugegangen. Außerdem bewertet Google Dinge wie die Aktualität und die Textrate Ihrer Homepage, die Länge Ihrer Beiträge sowie externe Verlinkungen auf Ihre Blogposts. Wenn Ihre Community also Ihre Beiträge teilt, stuft Google Sie als besonders relevant in Ihrer Nische ein, was Ihnen wiederum Pluspunkte für Ihr Suchmaschinen-Ranking verschafft. Bedenken Sie bei dem ganzen Hype um die Suchmaschinenoptimierung aber, dass Sie nicht für Google bloggen: In Ihrem Blog geht es um Ihre Leser und um Ihr Unternehmen!

4. Mit einem Blog können Sie eigene Themen und Anliegen in den Branchendiskurs einbringen.

Sagt Ihnen Agenda-Setting etwas? Setzen Sie Themen! Sie sind schließlich Experte auf Ihrem Gebiet. Da können Sie ruhig Ihren Senf zum aktuellen Branchendiskurs dazu geben. Vielleicht sind Sie auch genervt von der ewig gleichen Leier rund um Themen wie Industrie 4.0 oder Digitalisierung? Dann setzen Sie in Ihrem Blog neue Akzente und tragen so dazu bei, dass sich Diskussionen nicht mehr weiter im Kreis drehen. Das spornt dann auch Ihre Community zu Kommentaren und Verlinkungen an, was wiederum zur Erweiterung Ihres Netzwerks beiträgt.

5. Mit einem Blog optimieren Sie Ihre Content-Strategie.

Strategisches Content-Management legt vorausschauend Themen und Beiträge fest, um diese über alle Kommunikationswege hinweg an die jeweilige Darstellungsform angepasst zu verbreiten. Viele B2B-Unternehmen, die bisher nicht in sozialen Netzwerken aktiv waren, argumentieren, dass sie keine Themen hätten, um regelmäßig solche Kanäle zu bespielen. Und mit Themen wie der letzten Weihnachtsfeier oder der Teilnahme am Firmenlauf möchte niemand seine professionellen Kommunikationswege pflastern. Durch die Pflege Ihres Corporate-Blog werden Sie selber zu Generatoren Ihres Content. Sie setzen Ihre Themen selber, generieren Texte mit echtem Mehrwert für die Leser und verlinken diese über alle Kanäle hinweg. Glauben Sie mir: Themen gibt es, wie Sand am Meer! Sie schaffen so nachhaltige Wissensbeiträge, die Ihnen auch Ihre Vertriebsmannschaft danken wird.

6. Mit einem Blog beschreiten Sie neue Vertriebswege.

Blogbeiträge lassen sich neben dem Einsatz in der Unternehmenskommunikation auch prima im Vertrieb weiter verwerten. Die Sales-Kollegen werden Ihre Blogposts gerne im Verkaufsgespräch aufgreifen, wenn diese Ihre Kunden in deren Anliegen abholen, Lösungswege aufzeigen und die Expertise Ihres Unternehmens unterstreichen. Aber damit enden die Synergieeffekte zum Vertrieb noch nicht: Ein Blog unterstützt den Aufbau eines größeren Kontaktenetzwerks. Personen, die Ihre Beiträge „liken“, „teilen“ oder Ihren Blog abonnieren können vom Vertriebsteam gezielt angesprochen und in weiterführende Sales-Maßnahmen einbezogen werden. Das nennt man „Social Selling“.

7. Mit einem Blog erreichen Sie neue Zielgruppen im Vergleich zu klassischen Marketingwegen

Vor dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung wird heute immer zuerst einmal gegoogelt. Wer da durch gutes Content-Management ganz oben in den Suchergebnissen erscheint, zieht potenzielle Neukunden auf die eigene Website und die Chance auf Conversions steigt signifikant. Zudem erreichen Sie über Ihre Community, die Beiträge mit Mehrwert für den Leser gerne aufgreift und teilt, neue Zielgruppen. Nicht zuletzt hält die Generation der Millennials Einzug in die Unternehmen, die mittlerweile am besten über Social Media zu erreichen ist. Damit möchte ich zu meinem nächsten Punkt überleiten.

8. Mit einem Blog verjüngen Sie Ihre Kommunikation und positionieren sich als modernes Unternehmen.

Der demografische Wandel macht auch vor Ihrem Mitarbeiterstamm und dem Ihrer Kunden nicht halt: Viele altgediente Ansprechpartner verabschieden sich in den nächsten Jahren in den wohlverdienten Ruhestand und jüngere Kollegen, die mit sozialen Netzwerken aufgewachsen sind, rutschen in den Unternehmenshierarchien nach. Diese Generation integriert Social Media wie selbstverständlich auch in ihren beruflichen Alltag: Offene Stellenangebote werden online gesucht, Bewerbungen am liebsten gleich über soziale Netzwerke abgewickelt, das eigene Netzwerk auf der Suche nach Dienstleistern abgegrast und vor dem Kauf neuer Produkte Bewertungsportale, Expertenforen und Technologie-Blogs konsultiert. Da ist es sinnvoll, sich als zukunftsorientiertes B2B-Unternehmen bereits heute mit gutem Content in Social Media zu positionieren.

9. Mit einem Blog investieren Sie nachhaltig in die Zukunft Ihres Unternehmens, indem Sie Content für die Ewigkeit erstellen.

Was Datenschutzexperten ein Grauen ist, kann für Sie ein Segen sein: Das Internet vergisst nichts. Das heißt für Sie: Einmal veröffentlichter Content bleibt konserviert für die Ewigkeit. Sie können im Rahmen Ihrer Content-Strategie immer wieder darauf zurückgreifen und Ihre Artikel können auch in einigen Jahren noch zitiert, verlinkt und „geliked“ werden und potenzielle Kunden auf Sie aufmerksam machen. Sie generieren einen Fundus an guten Artikeln, der die Expertise Ihres Unternehmens im Gegensatz zu schnelllebigen Pressemeldungen oder Print-Veröffentlichungen langfristig lebendig hält.

10. Bei der Blogpflege nehmen Sie immer wieder die Perspektive Ihrer Kunden ein und verstehen deren Anliegen umso besser.

Am Anfang Ihrer Blogger-Karriere, am besten sogar vor der Erstellung jedes neuen Blogbeitrags, steht die Frage nach Ihrer Zielgruppe, deren Interessen und Gepflogenheiten und mit welchen Themen Sie diese bedienen können. Dafür müssen Sie sich in Ihre potenziellen Leser hineinversetzen, diese kennenlernen und sie analysieren. Darin liegt gleichzeitig die Grundvoraussetzung guten Marketings: Wer seine Zielgruppe nicht kennt, findet keinen Zugang zu ihr. Die intensive Auseinandersetzung mit den Anliegen Ihrer Leser, auch mit deren Kommentaren, wird Ihnen fortlaufend und kanalübergeifend wertvolle Insights für Ihre Marketing-Aktivitäten liefern.

Ein Gedanke zu „Braucht die Welt noch einen B2B-Blog?

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