Cake Pops - Social Recruiting

Stets am Ball im Social Web – So setzen Sie Social Recruiting für Ihr Employer Branding ein

Sind Sie oder Ihre Firma aktuell auf der Suche nach geeigneten Fachkräften? Fragen Sie sich, wie Sie Stellen neu besetzen sollen, deren Inhaber demnächst in Rente gehen? Malen Sie sich aus, wie die Produktivität Ihres Unternehmens in den nächsten drei, fünf oder zehn Jahren aussieht, wenn diese Stellen vakant bleiben?

Diese und ähnliche Fragen beschäftigen inzwischen nahezu alle Unternehmen in Deutschland. Existenziell betroffen sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in ländlichen Regionen, die aufgrund von Ferne zur nächsten Großstadt für Arbeitnehmer weniger attraktiv wirken.

Grund ist in erster Linie der Fachkräftemangel: Wer heute offen für eine neue Stelle ist, muss nicht mehr suchen – potenzielle Bewerber befinden sich in der komfortablen Situation, dass sie sich gemütlich in ihrem Bürostuhl zurücklehnen können, um auf das beste Angebot für eine neue berufliche Herausforderung zu warten. Ins Zeug legen müssen sich heute die Unternehmen, die vakante Stellen bestmöglich besetzen wollen.

Aber wie stellt man das an, wenn der Markt kaum verfügbare Fachkräfte hergibt?

Recruiting_Klaviatur


Die
Recruiting-Klaviatur ist den Meisten bekannt: Klassische Stellenanzeigen in Print und Online, ergänzt durch eine persönliche Ansprache bei Karriere- und Networking-Events, unterstützt durch ein attraktives Employer Branding, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Was aber können die „gehypten“ sozialen Netzwerke zum erfolgreichen Recruiting beitragen? 

Studien, wie die "Recruiting Trends 2018" der Unis Bamberg und Erlangen-Nürnberg im Auftrag des Stellenportals Monster  bestätigen, dass dieser Weg der Kandidatensuche längst in vielen, zumeist größeren Unternehmen, angekommen ist. Aber welche sind die für das Recruiting relevantesten Social Media Kanäle und wie nutzt man sie optimal? Und mit welchen zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen muss man beim Einsatz von Social Recruiting rechnen?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Social Recruiting sollten Sie vor allem dann einsetzen, wenn Ihr Unternehmen bereits in sozialen Netzwerken aktiv ist. Andernfalls wären Ihre Bemühungen weniger authentisch. Und gerade Authentizität ist das entscheidende Kriterium im Social Web. Starten Sie also zunächst mit einem Unternehmensprofil! Ist dies erfüllt, stellt sich die Frage, welche Kanäle für Ihr Recruiting in Frage kommen. Diese seien nun im Folgenden kurz vorgestellt.

Social Recruiting

1. LinkedIN

Das internationale Businessnetzwerk LinkedIN hat im deutschsprachigen Raum 14 Millionen Nutzer, weltweit sind es über 500 Millionen. Neben einem kostenlosen Unternehmensprofil, auf dem regelmäßig Updates aus dem Unternehmen gepostet werden können, bietet das Netzwerk mit den "LinkedIN Talent Solutions" einige auch für kleine Unternehmen interessante Optionen, um mehr Aufmerksamkeit für das Unternehmen zu erzielen: So können Unternehmen hier Stellenanzeigen schalten, die über ein gezieltes Targeting als passend eingestuften Nutzern via E-Mail sowie auf LinkedIN angezeigt werden. Diese erscheinen solange, bis das vom Unternehmen festgelegte Tagesbudget aufgebraucht ist.

Der Vorteil dieser Variante ist die gezielte Anzeigenschaltung nur für diejenigen LinkedIN-Nutzer, auf welche die Anzeige gemäß Targeting auch passt, so dass Streuverluste bei der Anzeigenschaltung minimiert werden. Gezahlt wird, wenn ein Kandidat die Anzeige anklickt.

Interessierte Kandidaten haben dann die Möglichkeit, den hinterlegten Ansprechpartner via LinkedIN zu kontaktieren oder auf die Unternehmenswebsite zu wechseln.

Für größere Unternehmen mit einer nennenswerten Zahl aktiver Mitarbeiter auf LinkedIN gibt es zudem die Möglichkeit, auf den Profilen der Mitarbeiter eine „Work-with-us“-Anzeige zu schalten, um so auch das Netzwerk der Mitarbeiter effektiv zu nutzen.

Eine weitere Talent Solutions-Option ist „LinkedIN Recruiter Lite“: Damit erhält der Recruiter Zugriff auf Kontakte 2. und 3. Grades und kann 30 Inmails pro Monat, also Direktnachrichten über LinkedIN, an infrage kommende Nutzer senden. Dabei bietet die Option umfangreiche Filterkriterien, so dass nur passende Kandidaten angezeigt werden. Eindeutiger Nachteil: Diese Variante ist recht zeitintensiv und lohnt auch nur dann, wenn der Recruiter bereits ein stattliches Netzwerk bei LinkedIN aufgebaut hat. Interessant ist nichtsdestotrotz die Möglichkeit, diese Option, die es zusätzlich in einer Profi-Ausführung gibt, für einen Monat gratis zu testen, bevor sie anschließend für derzeit 88,50€ pro Monat zur Verfügung steht.

2. Xing

Xing ist vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt und bietet als Businessnetzwerk für Recruiter die Möglichkeit, eine Stellenanzeige als Textanzeige mit Logo oder im Corporate Design als PDF zu schalten. Im Modus „HR-Professional“ hat man zusätzlich die Möglichkeit, ein Recruiting-Video zu integrieren.

Die Anzeige erscheint dann im Xing Stellenmarkt, der zusätzlich zu den 15 Millionen Nutzern auch durch Nicht-Mitglieder via Suchmaschine erreichbar ist. 

Auch Xing bietet die Möglichkeit, ein kostenloses Unternehmensprofil anzulegen, in das die Stellenanzeigen automatisch integriert werden. Eine Stellenanzeige im Xing Stellenmarkt erhält dann auch automatisch das Logo des Xing Unternehmensprofils. Jedem interessierten Mitglied werden zudem eventuell vorhandene persönliche Verbindungen zum Unternehmen angezeigt. 

Xing wirbt außerdem mit der Verknüpfung zum kununu-Arbeitgeberbewertungsportal – was gut ist für diejenigen Unternehmen, die dort bewertet wurden, vor allem wenn die Bewertungen positiv ausfallen. Die Kosten für eine 30 Tage sichtbare Stellenanzeige liegen zwischen 363€ und 731€, je nach gewählten Optionen.

3. Facebook

Facebook ist immer noch das größte soziale Netzwerk weltweit, gerade unter jüngeren Nutzern befindet es sich jedoch auf dem absteigenden Ast. Diese sind mittlerweile, wie unter anderem die ARD/ZDF-Onlinestudie 2018 zeigt, vor allem bei Instagram zu finden.

Nichtsdestotrotz bleiben die Nutzungszahlen hoch und gerade die derzeit berufstätigen Gruppen, die also für Stellengesuche infrage kommen, sind bei Facebook aktiv. Viele Unternehmen nutzen Facebook deswegen als Kanal für ihr Employer Branding. So promoten Firmen hier beispielsweise durch Fotos, Videos und Aktionen die aufregende Azubi-Zeit in ihrem Unternehmen mit dem Ziel, Azubi-Nachwuchs zu akquirieren.

Zu beachten ist jedoch, dass sich der Großteil der Nutzer privat hier aufhält. Die Wirkung eines B2B-Unternehmensprofils wird deswegen nicht die gleiche sein, wie diejenige eines Unternehmens mit einem hippen Lifestyle-Produkt, mit dem sich Nutzer gerne auch privat öffentlich zeigen.

Kleiner Exkurs in die Kampagnenplanung: 
An dieser Stelle zeigt sich einmal mehr die Bedeutung einer detaillierten Maßnahmenplanung zu Beginn Ihrer HR-Aktivitäten. Wen wollen Sie mit Ihrer Kampagne erreichen: Personen einer festgelegten Altersgruppe, aus einer bestimmten Region, mit gewissen Qualifikationen? Und wo sind genau diese Kandidaten zu finden? Was spricht sie an? Mit welchen Botschaften wollen Sie punkten? Gibt es vielleicht einen optimalen Zeitraum oder Zeitpunkt für eine Anzeigenschaltung, z.B. rund um ein bestimmtes branchenrelevantes Event oder sogar nur zu einer bestimmten Tageszeit, nach Feierabend oder besser Morgens um 10 Uhr? Die Netzwerke stellen für gewöhnlich umfangreiche Auswahlkriterien und Informationen zur Nutzung für ein gezieltes Targeting zur Verfügung.

Haben Sie sich also dazu entschieden, auch Facebook für Ihre Marketing-Ziele einzusetzen, empfiehlt es sich, hier ebenfalls ein kostenloses Unternehmensprofil anzulegen und dort regelmäßig Einblicke in Ihre Arbeit zu gewähren, durch Fotos aus Ihrem Unternehmensalltag, Videos, kreative Aktionen, attraktive Events,… Eine Wettbewerbsanalyse kann ebenfalls inspirierend hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten sein.

Facebook bietet dann mit Facebook Ads die Möglichkeit, Beiträge gezielt zu bewerben. So ist es auch möglich, einen Recruiting-Post mit Foto und Link zur Karriereseite Ihrer Homepage zu sponsern. Dieser erscheint dann in der Timeline der von Ihnen hinterlegten Zielgruppe. Dabei haben Sie die Möglichkeit, die Region, das Geschlecht, das Alter und die Interessen der Facebook-Nutzer einzugrenzen, welche den Post sehen sollen. Dieser erscheint dann solange, bis das zuvor festgesetzte Tagesbudget aufgebraucht ist.

Interessant ist, dass Facebook bei Festlegung der Zielgruppe eine potenzielle Reichweite der Anzeige schätzt. Dann heißt es abwarten und beobachten, wie sich die Anzeige entwickelt, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

4. Google AdWords

Allen Social Media Kanälen ist gemeinsam, dass sie Unternehmen Möglichkeiten eröffnen, potenzielle Bewerber gezielter und persönlicher anzusprechen, als dies beispielsweise in Print-Anzeigen der Fall ist. Google AdWords ist zwar kein Social Recruiting Tool im eigentlichen Sinne, soll aber im Online-Recruiting-Mix nicht unerwähnt bleiben, denn ein großer Vorteil dieser Variante ist, dass auch solche Bewerber angesprochen werden, die nicht oder kaum in sozialen Netzwerken aktiv sind.

Google bietet Unternehmen die Möglichkeit, für bestimmte Keywords Anzeigen zu schalten, mit denen Firmen in den Google-Suchergebnissen auf Seite eins ganz oben erscheinen. So ist es auch möglich, eine Kampagne mit einem Recruiting-Fokus aufzusetzen.

Entscheidend für den Erfolg ist eine zielgenaue Keywordanalyse: Unternehmen müssen sich in die Suchmaschinennutzer hineinversetzen und überlegen, welche Suchbegriffe potenziell passende Arbeitnehmer wohl eingeben würden, um auf eine Stelle um Unternehmen aufmerksam zu werden.  Produkt, Branche, Dienstleistung kombiniert mit dem Zusatz „Job“, „Karriere“ oder doch besser ohne: Diese Entscheidung erleichtert beispielsweise der Google Keyword-Planer, der Aussagen dazu trifft, wie oft ein bestimmtes Keyword oder eine Keyword-Kombination im Monat gesucht wird.

Stehen die Keywords, muss eine ansprechende Anzeige getextet und mit der Homepage verlinkt werden. Gezahlt wird pro Klick auf die Anzeige, die rotierend mit allen anderen Anzeigen zum selben Keyword solange erscheint, bis das zuvor festgelegte Tagesbudget aufgebraucht ist.

Google bietet interessante Auswertungsmöglichkeiten, anhand derer die Kampagne stetig angepasst werden sollte. So kann man beispielsweise gut ermitteln, welche Keywords wann durch welche Zielgruppe über welche Geräte gut laufen oder in Kombination mit Google Analytics nachvollziehen, wie das an den Klick anschließende Verhalten auf der Website aussieht: Wie lange verweilt der Nutzer auf der Website, auf welche Seiten klickt dieser, wie hoch ist die Absprungrate, wie häufig wird das Kontaktformular genutzt,… Zielgruppen können hier beispielsweise auch regional eingegrenzt werden, so dass die Anzeige noch gezielter platziert wird.

Social Recruiting Instagram

5. Instagram, Youtube, Snapchat & Co

Sucht Ihr Unternehmen vor allem Azubis, Werkstudenten, Trainees oder Praktikanten? Diese jüngeren Zielgruppen haben wahrscheinlich noch kein Profil in einem Karrierenetzwerk und Facebook scheint ihnen möglicherweise nicht mehr zeitgemäß. In diesem Fall sollten Sie über Unternehmens- oder Karriereprofile bei Instagram, Youtube oder Snapchat nachdenken.

Wichtig zu wissen ist, dass Unternehmen wie Nutzer auf diesen Kanälen durch Fotos und Videos mitunter recht private Einblicke in ihren Alltag gewähren. Es gilt vorab zu klären, ob und in welchem Ausmaß man das möchte und kann. 

Hier geht es vordergründig weniger um eine direkte Ansprache von Nutzern, sondern darum, ein authentisch anmutendes Bild vom Unternehmen und seinen Mitarbeitern zu kreieren, das dann wiederum möglichst einen solchen Anklang findet, dass auch andere Nutzer unbedingt da arbeiten möchten. 

Verdeckte werbliche Inhalte kommen nicht gut an und werden von den Betreibern sanktioniert. Hier zählt vor allem Kreativität. Diese Portale runden Ihr Bild als attraktiver Arbeitgeber durch ansprechende Einblicke in den Firmenalltag ab und motivieren so potenzielle Bewerber zur Kontaktaufnahme. 

Nicht zu unterschätzen ist der nötige Zeitaufwand. Schließlich bringt es aber auch jede Menge Spaß, das eigene Unternehmen im gewünschten Licht in Szene zu setzen und vielleicht haben Sie bereits Mitarbeiter, die Lust auf eine solche kreative Aufgabe haben – womit wir nach der Mitarbeitersuche bei der Mitarbeiterbindung angelangt wären. Aber dazu mehr an anderer Stelle!

6. Fazit

Die Entscheidungskriterien beim Einsatz von Social Recruiting sind komplex und soziale Netzwerke entwickeln sich in rasantem Tempo weiter. Was heute gilt, kann morgen schon wieder völlig überholt sein. Es gilt schließlich, selber zu experimentieren, was funktioniert und was nicht.

Fakt ist: Potenzielle Bewerber wollen heute angesprochen werden.

Sie haben es in vielen Fällen schlicht nicht mehr nötig, aufwändige Bewerbungen zu verfassen. Sie können sich getrost finden lassen, zumal sie in der Regel bereits Jobs oder zumindest einige Angebote sicher haben, die ihnen eine entspannte Gangart bei der Suche nach neuen Herausforderungen ermöglichen. 

Bleiben Sie am Ball - Social Recruiting

Umso wichtiger ist es für Firmen, die vakante Stellen besetzen müssen, potenzielle Kandidaten auch in bestehenden Arbeitsverhältnissen zu erreichen, direkt mit interessanten Inhalten anzusprechen und sie so abzuwerben. Soziale Netzwerke bieten dafür einen spannenden Spielraum. Wer seine zeitlichen Ressourcen gut im Blick und Lust hat, in Social Media am Ball zu bleiben, baut hier langfristig ein Netzwerk interessanter Kandidaten, auch für zukünftige Jobvakanzen, auf.

Kameramann: B2B-Video Marketing

B2B-Marketing bewegt – Wie Ihnen der Einstieg ins Video-Marketing gelingt

Um Sie gleich vorab zu beruhigen: Sie sollen keinen Kino-Film produzieren! Imagefilme von Unternehmen haben eine optimale Länge von nur ein bis zwei Minuten. Und Sie dürfen in die Thematik hineinwachsen und klein anfangen. Es braucht keine aufwendigen Drehorte, kostspieligen Settings und fulminanten Special Effects. Alles was Sie für den Anfang Ihrer Corporate Video-Marketing Karriere benötigen ist ein Ziel und eine Botschaft. Wie Sie von da aus weiter vorgehen und welche Gründe für Ihr Video-Marketing als B2B-Unternehmen sprechen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis:

1. Gute Gründe, warum B2B-Unternehmen Video-Marketing einsetzen sollten
2. Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Video-Kampagnen
3. Zielgruppen, Ziele, Botschaft
4. Die Wahl der richtigen Form
5. Gute Planung ist das A und O
6. Videobearbeitung
7. Synergieeffekte nutzen: Social Media Marketing und SEO
8. Fazit: Wettbewerbsvorteil B2B-Video

B2B-Video: Statistik StudieStudien belegen eindrucksvoll, dass die Bedeutung von Videoinhalten für Verbraucher immer weiter zunimmt. So zeigt beispielsweise der aktuelle Report „The Future of Content Marketing“ von HubSpot, für den 3.010 Verbraucher zu je einem Drittel aus Deutschland, den USA und Lateinamerika (Kolumbien und Mexiko) zu ihren Online-Gewohnheiten befragt wurden, dass 71 Prozent der Befragten heute mehr Videos online konsumieren als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig wünschen sich 53 Prozent mehr Videoinhalte. Auch wenn es um Inhalte von Unternehmen geht, wollen mehr als die Hälfte (54 Prozent) aller Befragten Videos im Allgemeinen und 34 Prozent vor allem Social-Media-Videos sehen. Dabei geht es den Nutzern nicht nur um Unterhaltung, auch arbeitsbezogene Videos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit: Ganze 61 Prozent der Untersuchungsteilnehmer bevorzugen informative und 47 Prozent inspirierende Inhalte. Zudem zeigt die Studie, dass Videos immer häufiger über mobile Endgeräte abgerufen werden. Für B2B-Unternehmen heißt das, dass genau jetzt die Zeit ist, auf Video-Marketing und Bewegtbild zu setzen.

1. Gute Gründe, warum B2B-Unternehmen Video-Marketing einsetzen sollten

B2B-Video: Video MarketingDie Liste der Gründe für die Investition in Corporate Videos ist lang. Beginnen wir mit der Aufmerksamkeitsspanne und Zeit der User im Web: Beides ist aufgrund der Vielzahl an auf die Nutzer einströmenden Informationen stark limitiert. Da kommen audiovisuelle Inhalte gerade recht, wenn sie nur zwei Minuten in Anspruch nehmen – im Gegensatz zu längeren Textpassagen, für die ein deutlich höherer Zeitaufwand benötigt wird. Nutzer erleben den Konsum von Bewegtbild schlicht als effizienter.

Anbieter von Videomaterial präsentieren sich in ihren Videos als glaubwürdige Experten für ihre Produkte und Dienstleistungen. Sie können so den positiven Gesamteindruck ihres Unternehmens verstärken. Durch Videos transportierte Informationen werden eher als wahr und authentisch abgespeichert.

Kunden fühlen sich durch Bewegtbild zudem unbewusst umfassender beraten und schätzen, dass man sich um ihre Anliegen kümmert. Sie erwarten heute geradezu, dass Unternehmen Zusatzinformationen zu ihren Produkten in Form von Bewegtbild anbieten und sind in der Regel auch so medienkompetent, dass ihnen die Quelle des Videomaterials bewusst ist. Sie betrachten die konsumierten Inhalte des Videos als wertvolle Zusatzinformation im Kaufprozess. Damit wird Bewegtbild zu einem wichtigen Einflussfaktor auf Kaufentscheidungen.

Videos steigern weiterhin die Verweildauer auf der Website, sie erhöhen die Markenbekanntheit, steigern das Vertrauen in Marke und Unternehmen und tragen zu höheren Reichweiten der Unternehmensbotschaften bei. Ebenso gilt Videomarketing als sinnvolle Investition im Rahmen einer Suchmaschinenoptimierungs-Kampagne.

Unternehmensvideos beeinflussen das Image einer Marke positiv. Entscheidend hierfür ist der so genannte „human touch“ der Geschichte, der eine emotionale Reaktion beim Zuschauer hervorruft. So stellt Bewegtbild eine emotionale Verbindung zwischen potenziellem Käufer und Marke her, was die Kundenbindung positiv beeinflusst. Schließlich erhöhen Videos die Dauer, die sich der Nutzer mit einer Marke beschäftigt.

2. Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Video-Kampagnen

Video-Marketing für B2B-UnternehmenDie beiden wichtigsten Faktoren für erfolgreiches Video-Marketing von B2B-Unternehmen wurden bereits am Anfang dieses Artikels benannt: Sie sollten eine Botschaft und ein Ziel vor Augen haben. Wollen Sie beispielsweise Ihr neues Produkt bekannt machen? Wollen Sie eine Anwendererfahrung audiovisuell untermalen? Wollen Sie die Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen steigern? Wollen Sie die Verweildauer auf Ihrer Homepage erhöhen? Dann lassen Sie uns starten!

Ihr Film sollte vor allem Relevanz für Ihre Zielgruppe besitzen. Wichtig ist es deswegen auch, genau festzulegen, welche Zielgruppen mit dem jeweiligen Video-Projekt erreicht werden sollen. Es gilt dann zu überlegen, mit welchen Inhalten Sie Ihre Zielgruppen erreichen möchten. Grundsätzlich sollten Sie auf Authentizität setzen: Ihr Video muss zu Ihrem Unternehmen passen, denn Sie möchten, dass die Nutzer Ihnen die Videobotschaft „abkaufen“.

3. Zielgruppen, Ziele, Botschaft

B2B-Video in Social Media teilen Marketing-Kampagnen sind immer nur so gut, wie ihre Zielsetzungen. In der Regel ist das oberste Ziel einer jeden Marketing-Kampagne die Generierung von Kunden. Auch im Videomarketing gilt es, dieses Ziel herunterzubrechen in kleinere, untergeordnete Ziele, wie beispielsweise die Steigerung der Verweildauer auf der Website oder eine Verbesserung im Suchmaschinen-Ranking. Wichtig ist die Festlegung von KPIs (Key Performance Indicators), denn Ziele sind nur Ziele, wenn sie messbar sind.

Dann gilt es festzulegen, wen die Kampagne erreichen soll und über welche Kanäle die Zielgruppe erreichbar ist. Weiterhin muss im Zuge der Planung die Botschaft der Kampagne festgelegt werden: Möchten Sie beispielsweise Ihr Unternehmen in einem bestimmten Licht präsentieren, ein neues Produkt vorstellen, eine Problemlösung liefern oder eine Case Study darstellen? Hier gilt der Grundsatz, dass pro Video nur eine Botschaft transportiert wird. Haben Sie mehrere Botschaften? Dann produzieren Sie zugunsten der Storyline lieber auch mehrere Videos.

B2B-Videos werden in der Regel genutzt, um Zeit zu sparen bei der Beschaffung von fachlichen Informationen. Im B2C-Bereich geht es hingegen vorrangig um gute Unterhaltung. Aber auch für B2B-Videoformate schadet ein wenig Entertainment nicht, um die Nutzerzahlen positiv zu beeinflussen. Somit fahren Unternehmen am besten, wenn Sie im Rahmen ihrer Bewegtbild-Strategie Entertainment und Information kombinieren.

Ein B2B-Video muss nicht hochmodern und technisch komplex produziert werden, um erfolgreich zu sein. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine starke und gut strukturierte Botschaft, die richtigen Worte und die am besten geeigneten Key Visuals im richtigen Moment.

4. Die Wahl der richtigen Form

Welche Videoform eignet sich nun am besten für welche Botschaft? Planen Sie einen Image- oder Unternehmensfilm? Möchten Sie ein Interview in den Fokus stellen oder von einer Veranstaltung berichten? Planen Sie einen Live-Mitschnitt oder eine Kombination aus diesen Formen? Oder möchten Sie ein Tutorial, ein Testimonial oder ein Recruiting-Videos erstellen?

B2B-Video TutorialDer Vorteil eines Tutorial-Videos liegt beispielsweise in seiner Zeitlosigkeit, es kann langfristig immer wieder zu Rate gezogen werden, weil es ein bestimmtes Problem löst. Sie stärken damit Ihre Expertenposition und ganz nebenbei können Sie Ihr Produkt in die Problemlösung einbinden.

Ein Produktvideo eignet sich für die Einbindung direkt am Point of Sale, zum Beispiel im Online-Shop, im Kundengespräch oder auch auf Messen. Ein solches Video macht das Produkt visuell erlebbar und bietet sich vor allem bei komplexen Funktionalitäten an.

Oder möchten Sie von einer Veranstaltung berichten? Wichtig ist hier die für die Zielgruppe aktuelle Relevanz. Aufgrund dessen sollte die Veröffentlichung zeitnah zum Event stattfinden. Das Format ist daher auch eher kurzlebig.

Beim Image- oder Unternehmensfilm geht es um die Darstellung des Unternehmens zur Imagesteigerung. Dabei werden informierende mit unterhaltenden Elementen in Rahmen einer qualitativ hochwertigen Produktion miteinander kombiniert. In der Regel soll dabei ein spezieller Unternehmenswert hervorgehoben werden.

5. Gute Planung ist das A und O

Video-Marketing Bewegtbild für UnternehmenSind all diese Überlegungen gemacht, geht es um die konkrete Planung des Drehs. Es ist unabdingbar, vor dem eigentlichen Dreh ein Storyboard anzulegen, das bereits so konkret wie möglich festhält, was wann und wie dargestellt werden soll. Nur so können auch die Szenen gedreht werden, die am Ende Ihre Botschaft korrekt transportieren. Stellen Sie sich in der Planungsphase außerdem die Frage, welche Drehorte in Frage kommen, welches Budget eingeplant werden kann und bis wann das Video fertig gestellt werden soll. Hinsichtlich der Länge des Films gilt: So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Grundsätzlich ist für die meisten Formate zur Verwendung im Internet jedoch eine Dauer von ein bis zwei Minuten völlig ausreichend. In den meisten Fällen ist die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer dann bereits ausgereizt. Nun kann der Drehtag kommen!

6. Videobearbeitung

Natürlich ist das Video mit dem Dreh noch nicht fertig: Es folgt die Videobearbeitung mittels passender Softwarelösungen. Dabei werden Szenen zusammen geschnitten, Tonspuren gelegt oder Textzeilen und Effekte eingefügt. Für die Verbreitung der Videos über soziale Netzwerke gilt es bereits bei der Videobearbeitung zu beachten, dass dem Ton nur noch eine ergänzende Wirkung zugeordnet wird. Die meisten Videos werden mobil angesehen. Da ist es schlicht nicht immer möglich, den Ton anzustellen. Stattdessen sollte der Fokus auf Texttafeln, Störern oder Untertiteln liegen, welche die relevantesten Informationen liefern. Eine Bildqualität in HD ist heute der gängige Standard für Online-Videos. Einige Kanäle bieten zwar auch schon die Ausgabe der Bilder in 4K an, aber die Anzahl der Nutzer eines 4K-fähigen Endgeräts sind noch sehr gering. Zudem werden Videos in der Regel über mobile Endgeräte rezipiert, die eine geringere Auflösung aufgrund von Datenvolumen und Geschwindigkeit bevorzugen. Das Format sollte in 16:9 gewählt werden, da es für die gängigen Bildschirmgrößen und mobilen Endgeräte das optimale Größenverhältnis bietet.

7. Synergieeffekte nutzen: Social Media Marketing und SEO

B2B-Video: Video MarketingIst das Video erst einmal fertig produziert, geht es an die Veröffentlichung. Auf welchen Kanäle soll es publiziert werden? Die eigene Homepage, Twitter, Youtube, LinkedIN, Xing & Co: Eine crossmediale Content-Strategie empfiehlt sind sich hier ganz besonders. Veröffentlichen Sie das Video beispielsweise an geeigneter Stelle auf Ihrer Website, teasern Sie es bei Twitter, in Ihrem Newsletter und bei LinkedIN mit einem gut platzierten Link an und ziehen Sie so potenzielle Käufer direkt auf Ihre Homepage. Die Veröffentlichung eines Videos über Ihren Corporate Youtube-Kanal ist natürlich selbstverständlich. Für die Suchmaschinenoptimierung unerlässlich sind Keywords und Tags sowie ein passender Titel mit einer Beschreibung. Über all diese Eingabefelder haben Sie die Möglichkeit, die für Ihre Nische relevanten Keywords einfließen zu lassen und so ganz oben für diese in den Google-Suchergebnissen mitzuranken. Übrigens ist auch der Dateiname Ihres Videos von Bedeutung: Auch hier ist es sinnvoll, die relevante Keyword-Kombination einzubauen. Erzielt Ihr Video eine hohe Klickrate und wird es über soziale Netzwerke geteilt, bewertet und kommentiert, verschafft Ihnen das ebenfalls Pluspunkte bei Google.

8. Fazit: Wettbewerbsvorteil B2B-VideO

Die Bedeutung von Bewegtbild wird in den nächsten Jahren vor allem im B2B-Umfeld weiter stark wachsen. Unternehmen, die bereits heute anfangen, in Video-Marketing zu investieren, verschaffen sich langfristig einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Dabei muss nicht der perfekt durchkomponierte Film am Anfang stehen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Botschaft formulieren und sich diese passend zu Ihrem Unternehmen auf authentische Art und Weise im Video wiederfindet.

Braucht die Welt noch einen B2B-Blog?

10 Gründe, warum Industrie-Unternehmen bloggen sollten

Zunehmend stehen auch Industrieunternehmen vor der Frage: Starten wir einen eigenen Corporate-Blog? War die nahezu flächendeckende Antwort bis vor wenigen Jahren, wenn nicht Monaten: „Das brauchen wir nicht, wir haben eh keine Themen und unsere Kunden erreichen wir über andere Kanäle“, so werden die Überlegungen bisweilen nun doch etwas differenzierter. Schließlich schläft die Konkurrenz nicht und immer mehr Wettbewerber im industriellen Umfeld wagen den Schritt in die Blogosphäre. Zwangsläufig wird die anfängliche Ablehnung eines Corporate-Blog aufgemischt, um weitere Fragen:

• Wer interessiert sich für unsere Themen?
• Wen wollen wir erreichen?
• Welche Themen können wir setzen?
• Wie häufig veröffentlicht man so einen Blog-Beitrag überhaupt?
• Welche Ziele verfolgen wir eigentlich mit einem Blog?
• Wirkt ein Blog unterstützend bei der Erreichung unserer Unternehmensziele?
• Und schließlich: Wer kann so etwas für uns schreiben?

Nicht ganz uneigennützig habe ich beschlossen, meinen ersten Blogbeitrag der Frage zu widmen, ob die Welt noch einen B2B-Blog braucht. Dazu habe ich zehn Gründe zusammengetragen, die diese Frage ganz klar bejahen:

Inhaltverzeichnis:

1. Mit einem Blog steigern Sie Ihre Reputation.
2. Mit einem Blog positionieren Sie sich als Experte auf Ihrem Gebiet.
3. Mit einem Blog investieren Sie in Suchmaschinenoptimierung.
4. Mit einem Blog können Sie eigene Themen und Anliegen in den Branchendiskurs einbringen.
5. Mit einem Blog optimieren Sie Ihre Content-Strategie.
6. Mit einem Blog beschreiten Sie neue Vertriebswege.
7. Mit einem Blog erreichen Sie neue Zielgruppen im Vergleich zu klassischen Marketingwegen.
8. Mit einem Blog verjüngen Sie Ihre Kommunikation und werden zu einem modernen Unternehmen.
9. Mit einem Blog investieren Sie nachhaltig in die Zukunft Ihres Unternehmens, indem Sie Content für die Ewigkeit erstellen.
10. Bei der Blogpflege nehmen Sie immer wieder die Perspektive Ihrer Kunden ein und verstehen deren Anliegen so besser.

1. Mit einem Blog steigern Sie Ihre Reputation.

Im Rahmen Ihrer Marketingstrategie haben Sie bereits eine klare Positionierung erarbeitet. Sie wissen genau, in welchem Nischensegment Ihr Unternehmen tätig ist und verfolgen in der Produktentwicklung eine definierte Ziellinie. Ihr Unternehmen steht für bestimmte Werte und Ihre Qualitätsanforderungen sind überdurchschnittlich hoch. Bringen Sie das, wofür Ihr Unternehmen steht, Ihren Zielgruppen näher, indem Sie in der Kommunikation genau diese Punkte in den Vordergrund stellen! Ein Blog unterstützt Ihre Content-Strategie punktgenau: Es gibt keine begrenzte Zeichenzahl und Sie können ausführlich über das berichten, was Ihre Reputation ausmacht oder sie in Zukunft ausmachen soll. Es gibt keine Gatekeeper, die Ihre Texte vor der Veröffentlichung noch einmal redigieren. So positionieren Sie sich in Ihrem Corporate-Blog in genau dem Licht, in dem Sie als Unternehmen wahrgenommen werden möchten!

2. Mit einem Blog positionieren Sie sich als Experte auf Ihrem Gebiet.

Sie kennen Sich aus in Ihrem Segment! Ihr Knowhow ist Ihr Kapital ̶ aber was nützt es, wenn niemand weiß, dass Sie es besitzen? Teilen Sie dieses Wissen! Stärken Sie Ihre Positionierung als Experte auf Ihrem Gebiet. Sie sollen ja nicht gleich Firmengeheimnisse ausplaudern. Beziehen Sie Stellung zu aktuellen Trendthemen und Entwicklungen in Ihrem Bereich! Holen Sie Ihre Kunden in ihren Fragestellungen ab und setzen Sie Wegmarken bei der Entwicklung neuer Lösungswege! Wozu das Ganze? Durch Ihr Experten-Knowhow überzeugen Sie Ihre Kunden und solche, die es werden könnten, davon, dass Sie der richtige Partner für ihre Anliegen sind. In Zeiten der Google-Suche reicht es in der Akquise nicht mehr, auf Mund-zu-Mund-Propaganda zu setzen. Denken Sie daran: Die Konkurrenz schläft nicht und wer in den Google-Suchergebnissen ganz oben vorkommt, malt zuerst! Womit wir bei unserem nächsten Punkt wären:

3. Mit einem Blog investieren Sie in Suchmaschinenoptimierung.

Zu Beginn einer Suchmaschinenoptimierung steht immer eine umfassende Keywordanalyse. Wenn Sie die in Ihrem Segment relevanten Keywords dann im Rahmen Ihrer Content-Strategie gut streuen, sind Sie bereits einen großen Schritt auf die vorderen Google-Rankingplätze zugegangen. Außerdem bewertet Google Dinge wie die Aktualität und die Textrate Ihrer Homepage, die Länge Ihrer Beiträge sowie externe Verlinkungen auf Ihre Blogposts. Wenn Ihre Community also Ihre Beiträge teilt, stuft Google Sie als besonders relevant in Ihrer Nische ein, was Ihnen wiederum Pluspunkte für Ihr Suchmaschinen-Ranking verschafft. Bedenken Sie bei dem ganzen Hype um die Suchmaschinenoptimierung aber, dass Sie nicht für Google bloggen: In Ihrem Blog geht es um Ihre Leser und um Ihr Unternehmen!

4. Mit einem Blog können Sie eigene Themen und Anliegen in den Branchendiskurs einbringen.

Sagt Ihnen Agenda-Setting etwas? Setzen Sie Themen! Sie sind schließlich Experte auf Ihrem Gebiet. Da können Sie ruhig Ihren Senf zum aktuellen Branchendiskurs dazu geben. Vielleicht sind Sie auch genervt von der ewig gleichen Leier rund um Themen wie Industrie 4.0 oder Digitalisierung? Dann setzen Sie in Ihrem Blog neue Akzente und tragen so dazu bei, dass sich Diskussionen nicht mehr weiter im Kreis drehen. Das spornt dann auch Ihre Community zu Kommentaren und Verlinkungen an, was wiederum zur Erweiterung Ihres Netzwerks beiträgt.

5. Mit einem Blog optimieren Sie Ihre Content-Strategie.

Strategisches Content-Management legt vorausschauend Themen und Beiträge fest, um diese über alle Kommunikationswege hinweg an die jeweilige Darstellungsform angepasst zu verbreiten. Viele B2B-Unternehmen, die bisher nicht in sozialen Netzwerken aktiv waren, argumentieren, dass sie keine Themen hätten, um regelmäßig solche Kanäle zu bespielen. Und mit Themen wie der letzten Weihnachtsfeier oder der Teilnahme am Firmenlauf möchte niemand seine professionellen Kommunikationswege pflastern. Durch die Pflege Ihres Corporate-Blog werden Sie selber zu Generatoren Ihres Content. Sie setzen Ihre Themen selber, generieren Texte mit echtem Mehrwert für die Leser und verlinken diese über alle Kanäle hinweg. Glauben Sie mir: Themen gibt es, wie Sand am Meer! Sie schaffen so nachhaltige Wissensbeiträge, die Ihnen auch Ihre Vertriebsmannschaft danken wird.

6. Mit einem Blog beschreiten Sie neue Vertriebswege.

Blogbeiträge lassen sich neben dem Einsatz in der Unternehmenskommunikation auch prima im Vertrieb weiter verwerten. Die Sales-Kollegen werden Ihre Blogposts gerne im Verkaufsgespräch aufgreifen, wenn diese Ihre Kunden in deren Anliegen abholen, Lösungswege aufzeigen und die Expertise Ihres Unternehmens unterstreichen. Aber damit enden die Synergieeffekte zum Vertrieb noch nicht: Ein Blog unterstützt den Aufbau eines größeren Kontaktenetzwerks. Personen, die Ihre Beiträge „liken“, „teilen“ oder Ihren Blog abonnieren können vom Vertriebsteam gezielt angesprochen und in weiterführende Sales-Maßnahmen einbezogen werden. Das nennt man „Social Selling“.

7. Mit einem Blog erreichen Sie neue Zielgruppen im Vergleich zu klassischen Marketingwegen

Vor dem Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung wird heute immer zuerst einmal gegoogelt. Wer da durch gutes Content-Management ganz oben in den Suchergebnissen erscheint, zieht potenzielle Neukunden auf die eigene Website und die Chance auf Conversions steigt signifikant. Zudem erreichen Sie über Ihre Community, die Beiträge mit Mehrwert für den Leser gerne aufgreift und teilt, neue Zielgruppen. Nicht zuletzt hält die Generation der Millennials Einzug in die Unternehmen, die mittlerweile am besten über Social Media zu erreichen ist. Damit möchte ich zu meinem nächsten Punkt überleiten.

8. Mit einem Blog verjüngen Sie Ihre Kommunikation und positionieren sich als modernes Unternehmen.

Der demografische Wandel macht auch vor Ihrem Mitarbeiterstamm und dem Ihrer Kunden nicht halt: Viele altgediente Ansprechpartner verabschieden sich in den nächsten Jahren in den wohlverdienten Ruhestand und jüngere Kollegen, die mit sozialen Netzwerken aufgewachsen sind, rutschen in den Unternehmenshierarchien nach. Diese Generation integriert Social Media wie selbstverständlich auch in ihren beruflichen Alltag: Offene Stellenangebote werden online gesucht, Bewerbungen am liebsten gleich über soziale Netzwerke abgewickelt, das eigene Netzwerk auf der Suche nach Dienstleistern abgegrast und vor dem Kauf neuer Produkte Bewertungsportale, Expertenforen und Technologie-Blogs konsultiert. Da ist es sinnvoll, sich als zukunftsorientiertes B2B-Unternehmen bereits heute mit gutem Content in Social Media zu positionieren.

9. Mit einem Blog investieren Sie nachhaltig in die Zukunft Ihres Unternehmens, indem Sie Content für die Ewigkeit erstellen.

Was Datenschutzexperten ein Grauen ist, kann für Sie ein Segen sein: Das Internet vergisst nichts. Das heißt für Sie: Einmal veröffentlichter Content bleibt konserviert für die Ewigkeit. Sie können im Rahmen Ihrer Content-Strategie immer wieder darauf zurückgreifen und Ihre Artikel können auch in einigen Jahren noch zitiert, verlinkt und „geliked“ werden und potenzielle Kunden auf Sie aufmerksam machen. Sie generieren einen Fundus an guten Artikeln, der die Expertise Ihres Unternehmens im Gegensatz zu schnelllebigen Pressemeldungen oder Print-Veröffentlichungen langfristig lebendig hält.

10. Bei der Blogpflege nehmen Sie immer wieder die Perspektive Ihrer Kunden ein und verstehen deren Anliegen umso besser.

Am Anfang Ihrer Blogger-Karriere, am besten sogar vor der Erstellung jedes neuen Blogbeitrags, steht die Frage nach Ihrer Zielgruppe, deren Interessen und Gepflogenheiten und mit welchen Themen Sie diese bedienen können. Dafür müssen Sie sich in Ihre potenziellen Leser hineinversetzen, diese kennenlernen und sie analysieren. Darin liegt gleichzeitig die Grundvoraussetzung guten Marketings: Wer seine Zielgruppe nicht kennt, findet keinen Zugang zu ihr. Die intensive Auseinandersetzung mit den Anliegen Ihrer Leser, auch mit deren Kommentaren, wird Ihnen fortlaufend und kanalübergeifend wertvolle Insights für Ihre Marketing-Aktivitäten liefern.